Buch mentale Stärke

Dein Weg zur mentalen Stärke

Dein Weg zur mentalen Stärke. Mentaltraining und Lebensschule für Sportler, Trainer und Betreuer.

 

Hypnose

Definition

Als Hypnose (altgriechisch hypnos (υπνος)= "Schlaf") wird das Verfahren (=Prozess) zum Erreichen einer hypnotischen Trance (=Zustand) bezeichnet.

Trance ist gekennzeichnet durch vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit (Absorption bzw. Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine Sache) und meist tiefe Entspannung. Der etwas unpassende Begriff Hypnose wurde wohl deshalb gewählt, weil man ursprünglich davon ausging, dass es sich bei der Hypnose um einen schlafähnlichen Zustand handelt.

Jeder Mensch hat im Alltag mehrere hypnotische Zustände - das ist ganz natürlich

Dies ist aber grundsätzlich nicht der Fall. Hypnotische Zustände treten im Alltag oft auf: Beispielsweise beim Autofahrten (Motorengeräusch und Blickstarre fördern die Trance) oder beim Verfolgen eines mitreissenden Films oder Sportevents. Auch ein „normales“ Gespräch führt manchmal zu einem (leichten) Trancezustand. 

 

Hypnose – was ist das denn nun genau?

Das Wort „Hypnose“ ist in den letzen Jahren auch im Sport des Öfteren thematisiert worden.  Um dem Mythos gleich zu Beginn den Wind aus den Segeln zu nehmen: Hypnose hat primär nichts mit Schlaf oder Manipulation zu tun (auch die Gehirnwellen einer Person in Hypnose zeigen oft einen lebhaften und wachsamen Zustand an) und ist etwas ganz Natürliches sowie Alltägliches.

Oft denkt man landläufig bei dem Wort Hypnose an einen Show-Hypnotiseur, der auf der Bühne steht und die Leute dazu bringt, irgendwelche „lustigen“ Dinge zu tun, die sie vielleicht gar nicht wollen. Mit der ursprünglichen Idee der Hypnose oder so, wie wir sie heutzutage im Sport oder in der Therapie nutzen, hat das „Bühnenbeispiel“ aber nicht viel zu tun. Wer hat es nicht schon erlebt, dass er beim Ausüben einer Sportart so fokussiert war, dass er alles rundherum vergessen hat: Zeit, Geräusche, Wetter, Vergangenheit, Zukunftsgedanken usw. Und wenn dann das Mobiltelefon klingelt, schrecken wir auf, sind eine Zeit lang verwirrt und müssen uns erst wieder finden, weil wir so vertieft waren. Der beschriebene Zustand ist ein Beispiel von vielen Alltagserlebnissen, in welchen wir uns in einem Trancezustand befinden oder eben hypnotisiert sind. Weitere Beispiele sind Autofahrten (Motorengeräusch und Blickstarre fördern die Trance) oder das Verfolgen eines mitreissenden Films oder Sportevents. Und vielleicht passiert es dir gerade jetzt, dass dich diese Zeilen ein Stück weit hypnotisieren…

Der Unterschied zwischen den genannten Tranceerlebnissen und einer gezielten Hypnose liegt in der vorhandenen Motivation, also dem Ziel. Bewusst erzeugte Hypnose ist eine Trance, die auf ein Ziel gerichtet ist, also auf eine gewünschte Veränderung. Wir könne lernen, diesen Zustand auf Knopfdruck zu erzeugen, um so einen optimalen Leistungszustand  (in „die Zone“ kommen) zu erreichen.  Dies kann mit offenen oder geschlossenen Augen geschehen.

“Alles, was fasziniert und die Aufmerksamkeit eines Menschen festhält oder absorbiert, könnte als hypnotisch bezeichnet werden“ (Milton H. Erickson / Ernest L. Rossi)